Schicksal ... nachdenklich ...  Ich sitze hier, bin doch weit weg, mach mir allerlei Gedanken, hat es denn noch einen Zweck, mein Mut gerät ins wanken. Da arbeitet man Tag für Tag, versucht das Beste nur zu geben, was ist, wenn ich jetzt nicht mehr mag, und verzweifle an dem Leben? Der Nachruf dann am schwarzen Brett, im Standardtext geschrieben, "guter Kollege und sehr nett" ist das alles, was geblieben ? Nein, ich denke da ist mehr, als Mensch hab ich mich eingeprägt. Vielen fällt der Abschied schwer, mein Leben hat etwas bewegt. Ich glaube, Du, oder auch Du hast schon mal so etwas gedacht. die Lebenszeit verfliegt im Nu, was hab ich daraus denn gemacht ? Denk mal an vergangne Zeiten, gibt’s da ein Kind, das glücklich war ? Es durft auf Deinem Schosse reiten, die Augen strahlten hell und klar ? Ein Anderes sah traurig aus, die Knie schlimm aufgeschunden, und das Gesicht strahlt Freude aus, als Du es hast verbunden ? Wenn einmal nur in Deinem Leben, du einem Kind das Lächeln schenkst, versucht hast, Liebe ihm zu geben, ist es falsch, was du jetzt denkst. Denn die Kinder dieser Welt, brauchen Menschen, so wie dich, streben nicht nach Macht und Geld, sind der Zukunft hellstes Licht. (c) Mondwolf, 31.03.2003  ----------------------------------------------------------------------  ... danach ...   Jetzt, wo keine Bomben fallen, jetzt beginnt Elend und Not, Hilfsbereitschaft hört man schallen, doch zuerst hilft sich der Tod. Sammelt ein die vielen Seelen, deren Hoffnung ist zerstört, brauchen länger sich nicht quälen, das Leben hat schon aufgehört. Todesgeruch, bitter und schal, er hüllt auch viele Kinder ein, Gesicht verzerrt in Schmerzensqual, sie sollten doch die Hoffnung sein. Die Hoffnung auf ein bessres Leben, als ihre Eltern es gehabt, was können wir denn jetzt noch geben, als eine Blume auf ihr Grab. Wo war die Hilfsbereitschaft derer, die jetzt nach Dollars Schlange stehn ? Sie waren keine Kriegsverwehrer, ließen das Grauen ruhig geschehn. Der nächste Krieg der kommt bestimmt, man wird schon dafür sorgen, wo vielen man das Leben nimmt, vielleicht sogar schon morgen. He ihr großen dieser Welt, Eure Macht kann es verhindern, das der Tod sich schadlos hält, an Frauen, Männern, kleinen Kindern. Euer Antrieb ist das Geld, und wenn es noch so rot vom Blut, denn nur das Geld regiert die Welt, was mir gehört, nur das ist gut. Doch bedenket, irgendwann, fehlt Euch plötzlich selbst der Sohn, der Euren Namen tragen kann, das ist dann der gerechte Lohn. Die Existenz war dann vergebens, nur weil Ihr Euch zu spät entsinnt, an das höchste Gut des Lebens: das Kinder unsre Zukunft sind !  (c) Mondwolf, 15.04.2003  ----------------------------------------------------------------------  Erinnerung Ein Teil des Lebens besteht aus Erinnerungen, Erinnerungen an die Vergangenheit. Viele Lieder des Schicksals sind seither verklungen, doch die Seele ist nie zum Vergessen bereit. Nach langer Zeit kommt man zurück zu den Plätzen, die man irgendwann in seinem Leben verlassen. Die trotzdem das Herz wieder schmerzlich verletzen, obwohl man glaubte, alles würde endlich verblassen. Da vorne der Ort, wo ich sie zuletzt "lebend" sah, das Bild ihrer Augen brennt sich fest ein in mein Herz. An jenem Abend war ihr das Schicksal so nah, warum nur hat sie verborgen den Schmerz ? Dort die Straße, die wir zusammen so oft sind gefahren, da die Kreuzung, für einen zarten Kuß war sie stets Rot. Soll man sich solche schweren Erinnerungen bewahren, obwohl man sich damals sehnte nach dem Tod ? Nein, nein, keine Angst, ich liebe das Leben, es sind nur Gedanken, die immer wieder erwachen. Viele von Euch haben die Kraft mir gegeben, ich hab wieder gelernt, zu leben und zu lachen. Hab ergriffen die Hand, die mir entgegen gestreckt, hab mich gezwungen, immer nach vorne zu sehn. Hab den Lebenswillen damit von Neuem erweckt, auch wenn ich nicht weiß, wohin die Zukunft wird gehen. Doch wer weiß denn schon, was das Leben noch bringt, es ist wohl besser, es so zu nehmen, wie es ist. Die Angst vor der Zukunft sonst die Gefühle verschlingt, und dann auch ganz langsam dein Herz zerfrißt. (c) Mondwolf, 03.05.2004
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