Kinder Kobolde Wenn du heut im Bettchen liegst, den Kuss von deiner Mami kriegst, wenn langsam gehen die Augen zu, die Kobolde gehen auch zur Ruh. Das sind die kleinen Wichtel hier, sie sind kein Mensch und auch kein Tier, sind stets zu Scherzen aufgelegt, was Mamis Nerven oft erregt. Da liegt ja Dreck, wo ist der Besen ? Das war´n die Kobolde gewesen. Wo ist der Nachtisch, der hier stand ? Der ist längst im Koboldland. Wo ist der Deckel von dem Topf ? Der sitzt auf einem Koboldkopf. Auch die Chips, was soll man sagen, sind schon längst im Koboldmagen. Selbst die Brause die ist weg, man sind diese Wichtel keck. Ich glaub, sie sind in deinem Zimmer, die Unordnung wird immer schlimmer. Also denk dran, liebes Kind, die Kobolde sind sehr geschwind. Doch wanderst du in´s Land der Träume, voll schöner Blumen, großer Bäume, dann schau dich gut und sorgsam um, denn Kobolde sind auch nicht dumm. Um sie zu sehn, musst dich nicht quälen, nur Koboldwölkchen musst du zählen. Wenn du das tust und bist ganz brav, bewachen sie auch deinen Schlaf. Und morgen dann, mein liebes Kind, ein neuer Koboldtag beginnt. Sei also lieb, ich werd sie fragen, und warst du es, sie werden´s sagen. Die Augen zu und gute Nacht, der Koboldkönig hält die Wacht. (c) Mondwolf, 22.03.2003   ---------------------------------------------------------------------- Der Mann im Mond Kennst du den Mann im Mond, mein Kind ? ein alter Mann mit grauen Haaren, schließ die Augen ganz geschwind, dann wirst du es sogleich erfahren. Wenn du nach oben schaust zum Mond, und siehst das Licht dort brennen, dann weißt du, das dort jemand wohnt, den wir mal Mondmann nennen. Und dieser Mondmann ganz genau, der ist sehr klug und weise, er hat kein Kind und keine Frau, drum ist es dort sehr leise. Wenn der Mond am Himmel steht, dann knipst er an das helle Licht, je nachdem, wie es ihm geht, mal ganz, mal halb, und auch mal nicht. Auf jeden Fall schaut er hier runter, ob alle Kinder müde sind, und wenn er sieht, sie sind noch munter, schickt er den Sandmann ganz geschwind. Streut Schlafsand auf die Kinder nieder, bis sie eingeschlafen sind, auch morgen kommt er sicher wieder, drum schlaf jetzt schnell, mein liebes Kind. Und träumst du von dem Mann im Mond, dann glaube mir, er weiß bestimmt, das du dich freust, daß er dort wohnt, und schickt dir einen Kuß, mein Kind. Der Mondmann sagt jetzt gute Nacht, läßt seine Lampe ganz hell an, und hält von weit dort oben Wacht, damit auch Mami schlafen kann. (c) Mondwolf, 31.03.2003 ----------------------------------------------------------------------  Der Osterhase Nicht mehr lange, liebes Kind, wenn die Kinder artig sind, ja dann kommt der Osterhase, mit ner kleinen Stupsi-Nase. Hoppelt durch den grünen Garten, alle könnens kaum erwarten, versteckt die Ostereier schnell, bevor die Sonne strahlt ganz hell. Alle laufen suchend rum, wer nix findet, der ist dumm, denn es ist ja wohl bekannt, er vergräbt sie nicht im Sand. Nur dir mein Kind verrat ich was, versteckt sie gern im hohen Gras. Und hinter Steinen auch ganz keck, hat er sie öfters schon versteckt. Wenn Du sie alle hast gefunden, ist er auch ganz schnell verschwunden. Hoppelt weiter hin und her, bis das Eierkörbchen leer. So mein Schatz, nun freu dich drauf, morgen stehn wir beide auf, du gehst Ostereier suchen, ich back uns nen leckren Kuchen. Mit Kakao und vielem Süßen werden wir den Tag genießen. Träum jetzt schön vom Osterhase mit der kleinen Stupsi-Nase. (c) Mondwolf, 16.04.2003
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